Mit dem Kauf der Stauffenbergstraße 22, im Frühjahr 2016, legte die WGD den Grundstein für die Schaffung von neuem, attraktivem und bezahlbarem Wohnraum im Stadtteil Delitzsch-Nord. Das Objekt Stauffenbergstraße 22 ist ein, im Jahr 1978 errichtetes und 1991 sowie 2010 modernisiertes Bundeswehrwohnheim. Bis Ende Februar 2016 wurde das Gebäude noch von Soldaten der Unteroffiziersschule des Heeres bewohnt.

Das ehemalige Wohnheim befindet sich am Rande des Wohngebietes Delitzsch-Nord, welches durch Plattenbauten der 70er und 80er Jahre geprägt ist. Die WGD verzichtete auf einen Neubau und bediente sich den Vorteilen einer Umnutzung. So werden bei einer Umnutzung Ressourcen geschont und dadurch auch die Umwelt geschützt. Außerdem kann so dem Verfall bzw. Abriss einer Bestandsimmobilie entgegengewirkt werden. Ein weiterer Grund ist der äußerlich gute Zustand: Fassaden und Fenster wurden erst vor wenigen Jahren nach den aktuellen Energie-Effizienz-Vorgaben saniert.

Viele deutsche Städte altern, so auch Delitzsch. Dies ergab eine Auswertung des Statistischen Landesamtes im vergangenem Jahr. Von den etwa 25.000 Einwohnern der großen Kreisstadt sind mehr als 8.000 Menschen bereits über 60 Jahre alt und weniger als 4.000 haben im Vergleich dazu noch nicht einmal das 20. Lebensjahr erreicht. Aufgrund der bekannten Zahlen kooperieren die WGD und die Diakonie bei zwei wegweisenden Projekten: So baute die WGD schon im Objekt Kosebruchweg 11 sechs Wohnungen in eine Pflegeeinrichtung um und nun werden auch in der Stauffenbergstraße 22 neben modernen barrierefreien Ein- und Zweiraumwohnungen, eine Tages- und Verhinderungspflege sowie eine Wohngemeinschaft entstehen. Diese Einrichtungen werden durch die Diakonie betreut.

Insgesamt wird es 28 Wohnungen, davon vier Einraum- und 24 Zweiraumwohnungen geben. In der Tagespflege im Erdgeschoss finden bis zu 14 Personen Platz und die Verhinderungspflege verfügt über zehn Einzelzimmer. Außerdem soll eine Wohngruppe mit acht Zimmern für Pflegebedürftige (wie z. B. Demenzkranke) im 1. Obergeschoss untergebracht werden.

Alle Wohnungen besitzen zweifachverglaste Fenster und erhalten einen Balkon. Die Wohnungen sind durch den anzubauenden Aufzug schwellenlos erreichbar. Abstellräume befinden sich im Keller und für Fahrräder, Kinderwagen und Rollatoren sind ausreichend Unterstellmöglichkeiten vorhanden. Außerdem punktet das Mehrfamilienhaus mit einer guten Lage und mit einer optimalen Anbindung an das öffentliche Personen-Nahverkehrs-Netz. In unmittelbarer Umgebung befinden sich gastronomische Einrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten, Ärzte, Dienstleistungsangebote und ein Nachbarschaftstreff.

Durch die Bündelung von Wohn- und Pflegeangeboten wird eine neue nachhaltige Nutzung geschaffen und die Pflegeinfrastruktur im gesamten Quartier verbessert. Die neuen Bewohner werden voraussichtlich ab Juli 2018 ihre Wohnungen beziehen können.

GR Stauff 1-R zoom GR Stauff 2-R zoom