1. Gut geplant ist halb gemacht

Echte Profis putzen nicht einfach los, sondern machen zuerst einen Plan. Sonst droht die Gefahr, dass Sie laufend etwas Neues entdecken oder etwas vergessen und am Ende bleibt mehr Frust als Lust. Nehmen Sie sich beispielsweise für jeden Putztag einen Raum vor. Und denken Sie immer an das Stichwort Schwerkraft – d.h., immer von oben nach unten arbeiten, um doppelten Aufwand zu vermeiden.

2. Entrümpeln und Platz schaffen

Falls Sie nicht schon den einen oder anderen langen Winterabend dafür genutzt haben, bietet es sich jetzt an, sich von unnötigem Ballast zu trennen: Beginnen Sie damit, Kleiderschränke auszusortieren und kaputte Gegenstände, Ungenutztes oder Unbenötigtes clever zu entsorgen. Was nicht mehr gebraucht wird kommt in den Abfall, alles andere in eine Kiste für den Trödelmarkt oder eine Internetauktion.

3. Auf die richtige Ausstattung kommt es an

Die richtigen Utensilien machen den Frühlingsputz zum Kinderspiel. Für verschiedene Räume und  Gegenstände benötigen Sie auch unterschiedliche Methoden oder Mittel. Achten Sie beim Kauf von Putzmitteln wenn möglich auf ökologische und biologisch abbaubare Produkte wie z.B. solche mit Zitronensäure oder Essig.

Das benötigen Sie auf jeden Fall:

  • 2-3 Mikrofasertücher
  • Schwämme
  • Weiche Putzlappen für empfindliche und gestrichene Oberflächen
  • Staubtuch zum Abstauben
  • Gegebenenfalls Handschuhe zum Schutz empfindlicher Hände
  • Putzeimer
  • Handbesten und Staubsauger
  • Glasreiniger, Entkalkungsmittel, WC-Reiniger, Backofenspray, Reinigungsmittel für Chromteile, Teppich- und Polsterschaum, Möbelpolitur

4. Der Küche Dampf machen

In der Küche lauert durch das tägliche Kochen und den intensiven Gebrauch meist die größte Arbeit. Für das gute Gefühl, etwas geschafft zu haben, bietet es sich an, hier loszulegen.

Das ist zu tun:

  • Fliesen und Schranktüren gründlich von Spritzern und Fett reinigen.
  • Herd und Backofen mit speziellen Reinigungsmitteln behandeln und Chromteile polieren.
  • Die Dunstabzugshaube gründlich von Fett befreien, der Filter auszutauschen oder reinigen (z.B. im Geschirrspüler).
  • Den Kühlschrank und das Tiefkühlfach leeren, abtauen und auswaschen. Lebensmittel derweil in Zeitungspapier auf dem vielleicht noch kühlen Balkon lagern.
  • Wasserkocher und Kaffeemaschine entkalken, Toaster von Krümeln befreien und putzen.
  • Schränke und Schubladen leeren und abwischen, abgelaufene Vorräte entsorgen und alles ordentlich wieder einzuräumen.

5. Wellness für das Badezimmer

Die größte Herausforderung im Badezimmer stellen in der Regel Kalkablagerungen und Kalkflecken dar. Hier können Produkte auf Zitronensäurebasis wirksam helfen.

Das ist zu tun:

  • Waschbecken, Badewanne, Duschkabine und Fliesen gründlich putzen, dabei die Reinigungsmittel etwas einwirken lassen (ggf. Gebrauchsanweisungen beachten).
  • Wasserhähne und Duschköpfe entkalken und Chromstahl-Teile polieren (achten Sie hierbei auf die Verträglichkeit des Reinigungsmittels für das Material).
  • Den Duschvorhang abnehmen und waschen, die Duschtür gründlich putzen und ggf. versiegeln.
  • Die Toilette mit WC-Reiniger gegen Urinstein behandeln, die WC-Brille gründlich reinigen.
  • Kosmetikprodukte in Schränken und auf Ablageflächen aussortieren und neu einräumen. Flächen und Schränke gründlich reinigen.

6. Durchblick für die Fenster

Lästig, aber wirkungsvoll: In allen Räumen sind die Fenster, Fensterrahmen und Fensterbänke sowie Roll-  oder Fensterläden zu reinigen. Achten Sie dabei auf Ihre Sicherheit, gerade bei Arbeiten an den Außenflächen.

Das ist zu tun:

Roll- oder Fensterläden erst trocken mit einem Handbesen reinigen, danach feucht abwischen.

Die Fenster putzt man am besten mit einem Mikrofasertuch und klarem Wasser oder, bei stärker verschmutzten Flächen, mit einem Gemisch aus Wasser und etwas Brennsprit. Danach gründlich trocken reiben, entweder mit einem Fensterleder oder Zeitungspapier.

7. Möbel pflegen

Das ist zu tun:

  • Holzmöbel abstauben und mit einer auf die Holzart abgestimmten Pflegepolitur behandeln.
  • Ledermöbel mit Wasser oder einem dafür geeigneten Reinigungsmittel nur nebelfeucht abwischen und das Leder mit einem Pflegemittel wie etwa einer Ledermilch oder mit einem Lederschaum behandeln.
  • Veloursleder mit einem feuchten Tuch abreiben.
  • Chromstahlbeine mit Glasreiniger putzen.
  • Kunststoffteile feucht abwischen.
  • Kissen von Sofas ausklopfen und absaugen und mit einem feuchten Reinigungstuch sanft reinigen.
  • Kissenbezüge abziehen und gemäß Waschanleitung waschen.

8. Betten machen …

Durchschnittlich ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett. Wenn Sie regelmäßig Ihr Bett gründlich reinigen, vermeiden Sie unangenehme Gerüche und schützen sich sogar vor Krankheiten.

Das ist zu tun:

  • Bettrahmen und Lattenrost abstauben und feucht abwischen. 
  • Die Matratze lüften, mit dem Staubsauber absaugen und ebenfalls feucht abreiben.
  • Bettdecken und Kissen waschen und neu beziehen.
  • Den Boden unter den Betten gründlich reinigen.

9. Kleinvieh macht auch Mist

Wenn Sie bei diesem Punkt angelangt sind, haben Sie schon eine ganze Menge geschafft. Doch auch diese Einrichtungsgegenstände sollten beim Frühlingsputz nicht vergessen werden:

  • Elektronische Geräte vorsichtig entstauben.
  • Türrahmen von Staub befreien und feucht abwischen.
  • Gardinen abnehmen und gemäß Waschanleitung reinigen.
  • Wände und Decken von Spinnweben und Flecken befreien.
  • Lampen entstauben und vorsichtig abwischen.
  • Regale und Ablagen feucht abwischen.
  • Heizkörper abstauben und ebenfalls feucht reinigen.
  • Bücher ausklopfen und abstauben.
  • Zimmerpflanzen in der Badewanne von Staub befreien und, wenn nötig, umtopfen.
  • Bilder und Spiegel abstauben und säubern.

10. Finale am Boden

Zum Abschluss sind noch die Fußböden an der Reihe. Dabei sind die verschiedenen Bodenarten unterschiedlich anzupacken.

Das ist zu tun:

Keramik-, PVC-, Laminat- oder Linoleum-Böden können mit warmem Wasser und einem Putzmittel wie z.B. einem Allzweckreiniger gereinigt werden.

Teppiche werden gesaugt und bei Bedarf mit einem Teppichreinigungsmittel gereinigt. Bei starker Verschmutzung können sie trocken oder nass shampooniert werden.

Parkettböden mit wenig Wasser und etwas Pflegemittel feucht aufwischen.

Wenn Ihr Zuhause nun vor Sauberkeit erstrahlt und alles wieder an seinem Platz steht, können Sie Ihren Erfolg genießen. Sie haben es verdient!